Erschöpft und trotzdem nicht zur Ruhe kommen – warum der innere Druck dich festhält.
- Sara Huckaby

- 6. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Die To Do Liste – deine Sisyphus-Aufgabe
Wir alle kennen das: zu viel, was es zu erledigen gibt. Du bist erschöpft und die To-Do-Liste ist über Nacht gefühlt noch einmal länger geworden. Der Tag startet und du beginnst zu funktionieren. Am Abend bist du erschöpft – aber innerlich kommst du nicht zur Ruhe.
Kommt dir das bekannt vor? Am Abend im Bett ist der Körper müde, doch der Kopf komt nicht zur Ruhe, er rast zu den nächsten Aufgaben. „Morgen muss ich noch unbedingt…“, „Ich darf nicht vergessen, zu…“ sind klassische Sätze, die deine Liste weiter füllen und deinen Kopf weiter rasen lassen.
Der dich antreibende Druck im Hintergrund
Von außen sieht es so aus, als hättest du alles im Griff. Du bist immer hilfsbereit, du gibst immer 100%, deine Arbeitsergebnisse sind makellos oder du versuchst in der dir zur Verfügung stehenden Zeit möglichst viel unterzubringen. Kommen dir eine oder mehrere dieser Aussagen bekannt vor?
Vielleicht ist es sogar so: Für eine abgearbeitete Aufgabe kommt eine Mehrzahl neuer Aufgaben dazu. Statt des Erfolgsgefühls, etwas geschafft zu haben, entsteht noch mehr Druck und dein Motor dreht noch weiter auf.
Entspann dich mal! – Die wohl schlechteste Empfehlung für diese Situation
Manchmal kennen uns unsere Liebsten so gut, dass sie hinter die Fassade sehen und sie wissen, dass etwas nicht stimmt. Wohlwollend raten sie dir „entspann dich doch mal!“, „stress dich doch nicht so!“
Macht dich das ärgerlich oder vielleicht sogar wütend, wenn dir jemand so einen vermeintlich wohlwollenden Rat gibt? Wenn ja, bist du damit nicht allein!
Denn, wenn es so einfach wäre, würdest du es ja tun, stimmt’s?
Die Bedeutung des Wortes, der Schlüssel zur Linderung: Ent-Spannung
Laut Duden „drückt [der Präfix ent-] in Bildung mit Substantiven und einer Endung aus, dass etwas entfernt wird“ (Duden.de, 2026). Demnach braucht es eine Verringerung des inneren Drucks, um zur Ruhe zu kommen.
Du fragst dich – und wie mache dich das jetzt?
Es gibt keine allgemeingültigen Formeln, denn dein Druck ist so individuell wie du. Es ist wichtig, die ganz persönliche Komposition des Drucks und dessen Fanghaken zu analysieren. So lassen sich individuelle Strategien entwickeln, die zu dir passen und echte Linderung kann entstehen.
Was du im ersten Schritt für dich tun kannst
Zwei Anregungen möchte ich dir hier mitgeben. Der erste Schritt klingt simpel, er ist jedoch ein wesentlicher Schritt: Werde dir über deinen Druck bewusst. Wieviel stemmst du tagtäglich?
Bringe Verständnis für den gestressten Teil in dir auf und vielleicht fällt dir dabei etwas ein, was du brauchst, um dieses Gefühl zu versorgen.
Wann hast du genug geleistetet? Falls deine Antwort ist, „wenn alles erledigt ist“, lade ich dich ein, eine andere Erfolgsmessung auszuprobieren, denn die To Do Liste endet nie. Definiere z.B. deine Top 3 Aufgaben für den Tag. Wenn du sie erledigt hast, halte inne und werde dir bewusst, was du geschafft hast. Jetzt darfst du dir eine Pause gönnen.
Wenn du dich in diesem Blog-Beitrag wiederfindest und deine individuelle Situation anschauen möchtest, freue ich mich auf deine Nachricht.
Ich bin Sara, zertifizierte Transaktionsanalyse Beraterin und Coach (DGTA) für Einzelpersonen und Paare im privaten oder beruflichen Kontext.
In meinem Blog teile ich Impulse, die innere Muster bewusst machen und dir Anregungen geben, neue Handlungsspielräume zu entwickeln.

Ich fühle mich ertappt 😬 tolle Worte!